Heute habe ich an dem zweiten Teil der Demenzschulung teilgenommen, mit dem Schwerpunkthema: "Umgang und Beschäftigungsmöglichkeiten mit an Demenz erkrankten Personen".

Hierbei wurde als zentraler Punkt die "Validation" genannt. Validieren bedeutet „wertschätzen, akzeptieren, annehmen“.

Auch wenn ein Mensch an Demenz erkrankt ist, möchte er als Individuum mit seinen Fähigkeiten und seiner Persönlichkeit respektiert und wertgeschätzt werden.

Beim Umgang und der Kommunikation mit Menschen mit Demenz sollte versucht werden, die Emotionen der Menschen zu erspüren und sich an der persönlichen Sicht- und Erlebenswelt des Betroffenen zu orientieren. Durch das bestätigende Verhalten auf der Gefühlsebene wird eine Vertrauensbasis zu dem Menschen mit Demenz geschaffen und Konflikte werden vermieden.

Wichtig ist auch die Führung biografischer Gespräche, das Akzeptieren persönlicher Rituale oder alter Gewohnheiten und Rücksichtnahme auf die Tagesverfassung der Erkrankten. Krankheitsbedingte Verhaltensauffälligkeiten dürfen nicht persönlich genommen werden und insgesamt sollte beim Umgang mit den Erkrankten auf deren Sichtweise der aktuellen Situation Rücksicht genommen werden. Die Kommunikation wird so für alle Beteiligten viel harmonischer und erfreulicher!

Dieses Seminar hat mir in vielen Punkten und Situationen die Augen geöffnet und die Handlungsweisen der Erkrankten nachvollziehbar gemacht. Wir haben viele Tipps und Ratschläge erhalten, die ich hoffentlich in der Praxis bei den Besuchen mit den Hunden auch tatsächlich umsetzen kann.

Je mehr ich über die Erkrankungsformen der Demenz erfahre, umso bedeutsamer empfinde ich die Aufgabe des Besuchshundedienstes. Wir können mit unseren Besuchen so viel bewirken! Ich wünschte mir, es würden noch viele mehr Besuchsteams ein wenig ihrer Freizeit dieser so wichtigen Aufgabe widmen.

Am 06. November 2012 habe ich in Krefeld an einem Seminar zum Thema: "Erblich bedingte Erkrankungen von Gelenken und Knochen sowie die Rolle der Ernährung als wichtiger Umweltfaktor" teilgenommen.

Das Seminar wurde von "MARS petcare" PET PROFI service angeboten. Referentin war Frau Dr. Ricarda Becker.

Erbliche bedingte Skeletterkrankungen zu erkennen und durch eine verantwortungsbewusste Zucht zurückzudrängen, muss das Ziel eines jeden Hundezüchters sein.

In dem Seminar wurde über Genetik, Krankheitsbilder und aktuelle Therapieformen von Ellbogendysplasie und Co. gesprochen und anhand von Bild und Videomaterial anschaulich erläutert.

Ausserdem wurde auch auf den Einfluss von Umweltfaktoren wie zum Beispiel Ernährung und Haltung eingegangen.

Im Anschluss gab es auch eine Bescheinigung für alle Seminarteilnehmer: Zertifikat

Nachdem ich festgestellt habe, dass sich der Elo® oft durch sein besonderes Einfühlungsvermögen, die Freude am Kuscheln, Unaufdringlichkeit, Bindungsfähigkeit und Gehorsam auch sehr gut für die Aufgabe als Besuchshund eignet, bin ich mit meinen Elo®s Dorian, Extra und Benji im Besuchshundedienst beim ASB-Düsseldorf ehrenamtlich tätig.


Wir waren schon in Schulen zur Vorstellung des Hundes als "lebendes Anschauungsobjekt" sowie zur Information zum Umgang mit dem Hund im Einsatz. Darüber hinaus gehen wir regelmäßig in Altenheime oder andere soziale Einrichtungen und besuchen ältere Menschen, die zum Teil bereits an einer Demenzerkrankung oder anderen Beeinträchtigungen leiden.

Viele dieser Menschen hatten früher Hunde und können nun aus Krankheitsgründen keine Hunde mehr halten. Es ist so schön zu sehen, wie schon beim Anblick der Hunde ein Strahlen auf den Gesichtern der Menschen erscheint. Bei den Besuchen genießen die Bewohner das Kuscheln mit den Hunden, das Streicheln und auch das Leckerchen füttern. Viele erinnern sich an frühere Zeiten mit einem eigenen Hund und erzählen gerne darüber.

Damit wir bei den Besuchen noch besser auf den Umgang mit den Bewohnern vorbereitet sind, die an einer Demenzerkrankung leiden, habe ich an einer Schulung zum Thema Demenz teilgenommen.

Der erste Teil der Schulung hat am 03.11.2012 stattgefunden und beschäftigte sich mit folgenden Themen:

1. Funktionsbereiche des Gehirns

2. Altern - Demenz

3. Symptome der Demenz

4. Demenz - was ist das?

5. Demografische Aspekte

6. Demenzformen

7. Diagnostik

8. Abgrenzung zur Depression

9. Therapie (Umgang und Stressvermeidung)

10. Vorbeugung

Das Seminar hat meine Erwartungen übertroffen und war sehr interessant. Zu vielen Themen kamen mir gleich Beispiele aus dem eigenen Erfahrungsbereich in den Sinn und es war sehr beeindruckend nun zu verstehen, was da eigentlich mit dem Gehirn passiert und warum die Menschen sich so verhalten.

Ich freue mich schon auf den zweiten Teil des Seminars und bin stolz und froh, dass ich mit meinen Hunden die Gelegenheit habe, den an Demenz erkrankten Menschen beim Kampf gegen diese Krankheit ein kleines bisschen zu helfen und für sie die Welt ein bisschen schöner und lebenswerter zu machen, auch wenn es nur ein kleiner Beitrag ist.

Am 07. September 2012 habe ich in Düsseldorf bei "Animal Info" an einem Abendvortrag mit Dr. Udo Ganslosser und Daniela Sommerfeld zum Thema: "Mobbing und Meuteaggression, Hundliche Kommunikation und Körpersprache" teilgenommen.

Wer kennt sie nicht - die Hunderudel in denen einer der Gejagte ist und die anderen mit Freude jagen? Was auf den ersten Blick aussieht wie Spiel, ist ritualisertes Verhalten derjenigen Hunde, die auf der Hundewiese oder in Hundepensionen im Freilauf schnell erkennen, welcher Artgenosse körpersprachlich Unsicherheiten zeigt. Hunde sind keine Demokraten und schliessen sich gerne dem Initialmobber an, um dann mit zu mobben. Die Beeinflussung des Mobbinakteurs muss bereits beim Fixieren und der Bewegungseinengung passieren, ist der Hund erst einmal in der Hetzphase ist der Hund kaum noch zu stoppen.

1. Diesem Thema widmete sich Dr. Ganslosser mit folgenden Schwerpunkten:

a. was ist und wie entsteht Mobbing? - typische Sequenzen eines Mobbingablaufs

b. Mobbingakteur - Mobbingopfer: - wie sehen die wechselseitigen Erfahrungen bei Wolfsrudeln aus?

c. Wie erkennt man Mobbing?
- selbstbelohnende Handlungsketten: Spielverhalten oder Beutefangverhalten?
- welche Gefahren birgt die Meuteaggression für Kleinhunde/Welpen?
- wann und wie sollte man eingreifen?

d. Welpenspielgruppen:
- negative Lernprozesse: muss der Kleine da wirklich durch?
- wie gross sollen die Gruppen sein?
- wie sollten Welpengruppen gestaltet werden

e. die Rolle des Bindungspartners Mensch:
- wie verhindert man, dass der eigene Hund zum Raufer wird?
- die Umkonditionierung des Mobbers

f. Rudelhaltung und Freilauf in Gruppen
- provozieren ängstliche Kleinhunde Meuteaggression?
- Initialmobber und mobbender Pulk
- die kollektive Antwort auf erkennbare Schwäche
- welche Rudelgröße ist akzeptabel?

2. Daniela Sommerfeld/Hundefarm Eifel zeigte und erläuterte aussagekräftige Videosequenzen zu hundetypischen Verhaltensweisen aus der Hundepension mit gemischten Hundegruppen.

Anschließend konnten Fragen gestellt werden und es fand eine Diskussion statt.

Dr. Udo Gansloßer, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald, ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge. Er hat auf spannende und verständliche Weise über Mobbing und Meuteaggression aus biologischer Sicht referiert.

Daniela Sommerfeld betreut auf der Hunde-Farm "Eifel" hauptsächlich die Pensionshunde und stellt die gemischten Hundegruppen zusammen. Sie führt intensive Verhaltensobservationen an gemischten Hundegruppen durch, um über die sehr unterschiedlichen, rassespezifischen Unterschiede von Hunden OHNE Präsenz des Menschen mehr zu lernen. Sie hat hundetypische Verhaltensweisen (z.B. Mobbing, Imponier- und Dominanzgebaren, Markier- und Spielverhalten) anhand von Videosequenzen erklärt.