Am 10. Februar 2012 habe ich in Düsseldorf bei "Animal Info" an einem Abendvortrag mit Gerrit Stephan zum Thema: "Trennungsstress beim Hund" teilgenommen.

Alleine in der Wohnung zurückgelassen zu werden ist für viele Hunde ein Alptraum. Ein Teil dieser Hunde bereitet ihren Menschen durch anhaltende Lautäußerungen, Zerstörung von Einrichtungsgegenständen oder Verlust der Stubenreinheit große Probleme. Solche trennungsbedingten Verhaltensweisen sind weit verbreitet und führen nicht selten zur Abgabe der betroffenen Hunde. Nicht wenige Hunde geraten allein gelassen unter großen Stress, ohne ihren Menschen Probleme zu machen. Die regelmäßige, starke Stressbelastung schwächt ihr Immunsystem und begünstig die Entstehung anderer Verhaltensprobleme, während ihr eigentliches Problem oft unentdeckt bleibt. Der Vortrag beschäftigte sich eingehend mit den biologischen Grundlagen von trennungsbedingtem Problemverhalten, den auslösenden Faktoren in der modernen Hundehaltung und Wegen zur Problemvermeidung bzw. –lösung:

  • Verschiedene Facetten von trennungsbedingtem Verhalten
  • Trennungsstress als eigenständiges emotionales System 
  • Chronischer Stress und seine Folgen
  • Genetische Faktoren: Domestikation, künstliche Selektion, Zucht 
  • Umwelt-Faktoren: Lernerfahrung, Gewöhnung, Erziehung 
  • Prävention: Auswahl des Hundes, umsichtige Eingewöhnung, Haltung und Erziehung. 
  • Problemlösungen: Management, Hilfsmittel, Trainingselemente

 

Beispiel für Literatur/Bücher zum Thema: Alleine bleiben (Die Hundeschule) von Christiane Wergowski

Am 23.11.2011 habe ich in Viersen an Züchterseminaren zu folgenden Themen teilgenommen:

Der Vortrag von Frau Dr. Becker informierte über grundlegende Punkte zur Zucht. Angefangen von den räumlichen Voraussetzungen für die optimalen Aufzuchtsbedingungen über den Ablauf der Geburt bis zu den Faktoren, die während der Trächtigkeit und Aufzucht in Hinsicht auf Gesundheit, Pflege und Haltung der Zuchttiere und Welpen beachtet werden müssen.

Auch über das, was schon vor der Geburt für den reibungslosen Ablauf der Geburt getan werden kann, um beste Verhältnisse für den Start ins neue Leben zu schaffen, wurde informiert. Darüber hinaus wurden Tipps gegeben, was zu tun ist, wenn doch mal Probleme auftreten sollten.

Zusätzlich referierte Frau Dr. Kathrin Tetzner als Expertin von Bayer Tiergesundheit über parasitären Erkrankungen die häufig bei Welpen und jungen Hunden auftreten und welche Mittel zur Bekämpfung eingesetzt werden können.

Am 04. November 2011 habe ich bei Animal-Info in Düsseldorf an einem Abendvortrag mit Nadine Matthews zum Thema: "Distanz schafft Nähe" - Beziehungshilfen, teilgenommen.

Hunde hören regelmäßig Kommandos wie: "Komm her", "Bleib dran", "Fuß jetzt", "Nicht so weit". Der Wunsch des Menschen nach Nähe des Hundes scheint unersättlich. Je größer die Distanz des Hundes ist, desto bemühter sind die Menschen um die Nähe des Hundes.

In dem Vortrag wurde aufgezeigt, dass Distanz und Nähe sowohl zu sich selbst, als auch zu anderen, ein natürliches Grundbedürfnis ist. Nähe lässt sich nicht erzwingen. Hunde, die Distanz wünschen, ohne sie zu bekommen, können darunter leiden.

Es ist wichtig, dass wir den Hunden auch den Raum für die Entwicklung geben, denn erst die Nähe zu sich selbst ermöglicht die Nähe zu anderen. Die Beziehung zum Hund sollte überwiegend ausgedrückt werden mittels Körpersprache, im raumzeitlichen Verhältnis (Nähe, Distanz), durch den Tonfall, die Vokalisation, Satzmelodie usw. Hunde spielen in der Kommunikation mit Nähe und Distanz, zeigen ein beeindruckendes raumzeitliches Verhalten. Von ihnen können wir viel lernen und es ihnen leichter machen, zu bleiben.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok